Bremer Raumfahrtunternehmen und Schule in Bozen startet Afu-Nanosatellit “Max Valier”

Am 23.Juni 2017 um 6.00 Uhr MESZ wurde der Schüler- und Amateurfunksatellit „Max Valier Sat“ vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre etwa 80 Kilometer nördlich von Chennai mit einer indischen PSLV-Rakete gestartet. Spezialisten des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB System AG Bremen haben in enger Zusammenarbeit mit Lehrern und Schüler der Technologischen Fachoberschule (TFO) Bozen, Südtirol, diesen Nanosatelliten entwickelt und gebaut. Als besonderes Highlight hat das Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) in Garching ein Mini-Röntgenteleskop zu der Schüler-Mission beigesteuert. Als „Max Valier Sat“ gleich nach dem Aussetzen im Zielorbit erste Lebenszeichen aus seiner gut 500 Kilometer hohen, polaren Umlaufbahn funkt, herrscht große Freude beim Team.

Steigende Komplexität
Zunächst war ein einfaches Satelliten-Modell vorgesehen, das die Basics beherrscht. Das änderte sich schnell, als das MPE das Röntgenteleskop µROSI als Nutzlast ins Spiel brachte. Dessen Missionsziel ist eine vollständige Himmelsdurchmusterung, um mindestens 100 helle Quellen im weichen Röntgenspektrum aufzuspüren. Der Clou: die Daten werden diesmal nicht nur Wissenschaftlern sondern auch Hobbyastronomen und uns Funkamateuren zur Verfügung gestellt.

Der Satellit wird mit Rufzeichen II 3 MV (Für Max Valier) auf den Amateurfunkfrequenzen 145,860 MHz und 145,960 MHz seine Daten unverschlüsselt schicken.

Weitere Infos findet man unter der Adresse: http://www.satmaxvalier.it/

Umlaufdaten (Keplerdaten) für erste Empfangsversuche kann man aktuell dem Internet entnehmen.